Böse Zungen behaupten, dass deutsches Essen der Farbe Beige sehr ähnlich ist. Nett anzusehen, aber irgendetwas fehlt. Umso besser, dass Köln ein Mekka für all diejenigen unter Ihnen ist, deren Verlangen nach internationalen Esskulturen nie gestillt werden kann.
Sie haben Lust, mit den Fingern zu essen? Auf zum Äthiopier. Zum Abendessen darf es viel Knoblauch sein? Ab zum Inder. Worauf Sie auch Hunger haben - Köln hat es.

Die koreanische Küche möchte ich Ihnen ganz besonders ans Herz legen. Für mich rundet nichts einen Abend mit Freunden und Familien in der Domstadt besser ab.
Koreanisch... was heißt das überhaupt? In Köln finden Sie die Küche Südkoreas in vielen verschiedenen Formen vor. Vom Fingerfood für unterwegs bis zu aufwendig inszeniertem Barbecue am Tisch. Für welches Essen Sie sich entscheiden, liegt ganz bei Ihnen.

Für den schnellen Hunger

Bibimbab am Zülpicher Platz ist perfekt, wenn Sie auf Ihrem Weg zur nächsten Unternehmung einen kleinen Happen essen möchten. Der Schnellimbiss bietet Teigtaschen mit vegetarischer oder fleischhaltiger Füllung, würzig-scharfe Suppen und Eintöpfe sowie Reisgerichte. Allem voran das namensgebende Bibimbap. Was in Korea der Restverwertung dient, ist eines der beliebtesten koreanischen Gerichte weltweit.Warum sich Restaurantname und die Schreibweise des Gerichts unterscheiden, konnte ich allerdings nicht herausfinden.
Jedenfalls werden allerlei Gemüsesorten und Fleisch mit Reis in einer Steinschale drapiert. Gochujang, eine Chilipaste und ein Spiegelei bringen geschmackliche Power. Noch schnell umgerührt, fertig ist das perfekte Mittagessen.
Wenn Sie also demnächst hungrig von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten pilgern: Legen Sie einen Stopp bei Bibimbab ein und laden Sie Ihre leeren Batterien wieder auf. Die Speisekarte können Sie hier einsehen.

Modern, lecker, Koreanisch

Sie möchten Ihren Abend lieber gemütlich ausklingen lassen? Dann ab zu Gogi-Matcha. Das ist nicht nur mein Lieblingsrestaurant, auch viele meiner koreanischen Freunde gehen gerne hier essen. Ein gutes Zeichen, dass das moderne Ambiente überzeugt.
Die Speisekarte ist sehr umfangreich und bietet alle großen Klassiker der koreanischen Küche. Meine Favoriten sind das Bulgogi und der Schweinebauch. Ersteres ist Rind- oder Schweinefleisch, das in einer süßlichen Marinade eingelegt und in kleine Streifen geschnitten wird. Auch Vegetarier werden fündig. Wie wäre es zur Vorspeise mit gefüllten Teigtaschen? Und dann ein Kimchi-Tofu-Eintopf oder Kimmali-Bokkeum zum Hauptgang? Die gebratenen Seetangrollen mit Glasnudeln und Gemüse sind wirklich unglaublich lecker.
Mein Tipp: Wie in vielen asiatischen Ländern üblich, lohnt es sich, mehrere Gerichte in die Mitte des Tisches zu bestellen. Durch das Teilen hat man die Chance, viele verschiedene Gerichte zu probieren. Außerdem ist die Auswahl an kulinarischen Highlights einfach viel zu groß, um sich auf eins festzulegen.
Abends sollten Sie übrigens reservieren. Der Laden ist schon längst kein Geheimtipp mehr, sondern stadtbekannt. Ist kein Tisch mehr frei, probieren Sie gerne den Mittagstisch aus. Die Speisekarte ist etwas kleiner, aber das Essen mindestens genauso lecker.

Der etwas andere Restaurantbesuch

Das oben erwähnte Bulgogi war meine erste Begegnung mit der koreanischen Küche. Es verwundert also kaum, dass ich einem Restaurant mit dem Namen Bulgogi-Haus sofort meine Aufmerksamkeit schenke, oder?

Die meisten von Ihnen wissen vermutlich, wie ein Restaurantbesuch abläuft. Zumindest, bis Sie hier gegessen haben. Denn im Bulgogi-Haus bereiten Sie Ihr Essen selbstständig am Tisch zu. Zumindest halbwegs. Ich rede natürlich vom koreanischen Tischgrill. Im asiatischen Raum extrem beliebt, spricht er sich in Europa nur langsam herum.
Für den ein oder anderen mag es erst mal befremdlich wirken, sich sein Fleisch auf einer am Tisch eingelassenen Grillplatte zuzubereiten. Aber für mich ist es eine der liebsten Arten, um mit Freunden und Familie Zeit zu verbringen.
Schon neugierig, wie das Ganze abläuft? Sie zahlen einmalig 30.90 € (Kinder unter 10: 14.90 €) und erhalten die viel erwähnten Teigtaschen, auch Mandu genannt, als Vorspeise. Dann beginnt das eigentliche Essen und der Kohlegrill wird angezündet. In mehreren Etappen erhalten Sie Bulgogi, Ssam-Gyup-Sal (eine Art Schweinefleisch), Rind, Tintenfisch und Garnelen. Das gemeinsame Grillen macht unheimlich viel Spaß und verbindet. Zusätzlich steht Ihnen noch ein Buffet an weiteren koreanischen Speisen (Glasnudelsalat, koreanisches Sushi, Kimchi-Pfannkuchen und vieles mehr) zur Verfügung, an dem Sie sich so oft Sie möchten bedienen dürfen.

Wie Sie sehen, ist Köln der perfekte Ort, wenn Sie schon immer mal die koreanische Küche ausprobieren wollten oder bereits großer Fan sind. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten findet jeder genau das, worauf er Hunger und Lust hat. Auch ich bin nach diesem Text nun hungrig und plane meinen nächsten Ausflug ins Bulgogi-Haus.
Unter „Mehr erfahren“ lernen Sie übrigens nicht nur unsere Hotels kennen, die sich perfekt eignen, wenn Sie eine kulinarische Reise durch Köln planen. Sie finde auch zahlreiche weitere Informationen, Tipps und Tricks für eine gelungene Zeit in Köln. Bei Fragen steht Ihnen unser Team außerdem jederzeit telefonisch und per Mail zur Verfügung.